In Deutschland hat die Umsatzsteuer —Umsatzsteuer oder im allgemeinen Sprachgebrauch Mehrwertsteuer— einen Regelsatz von 19 % und einen ermäßigten Satz von 7 %. Es gibt weder einen superermäßigten noch einen Zwischensteuersatz, und für einen ganz bestimmten Fall gilt ein Satz von 0 %. Festgelegt ist das in § 12 des Umsatzsteuergesetzes.
| Satz | Prozentsatz | Gilt für |
|---|---|---|
| Regelsteuersatz (Regelsteuersatz) | 19 % | Alles, was nicht ausdrücklich in den Ausnahmelisten steht |
| Ermäßigter Satz (ermäßigter Steuersatz) | 7 % | Lebensmittel, Bücher und Presseerzeugnisse (auch digital), öffentlicher Personenverkehr, kurzfristige Beherbergung, Eintrittskarten für Theater, Konzerte und Museen, Leistungen von Zahntechnikern und Tierärzten sowie ab 2026 das in der Gastronomie servierte Essen |
| Nullsatz (Nullsteuersatz) | 0 % | Photovoltaikmodule und deren Installation in Wohngebäuden und öffentlichen Gebäuden bis 30 kW |
Die Sätze wurden am 8. September 2026 anhand von § 12 des Umsatzsteuergesetzes, konsolidierter amtlicher Fassung, überprüft (gesetze-im-internet.de).
Was sich 2026 ändert
Die wichtigste Änderung des Jahres betrifft die Gastronomie: Das in Restaurants servierte Essen fällt auf 7 %. Getränke nicht: Sie bleiben bei 19 %.
Wenn du Gastronomie abrechnest, musst du deshalb die Positionen eines einzelnen Bons trennen. Eine Mahlzeit und ein Bier am selben Tisch unterliegen unterschiedlichen Steuersätzen, und ein Kassensystem, das pro Bon nur einen einzigen Satz anwendet, meldet von Anfang an falsch.
Welche Umsatzsteuer du beim Verkauf aus Spanien anwenden musst
Das ist der Teil, der in keiner Tabelle steht und meist die eigentliche Frage ist. Der von dir berechnete Satz hängt nicht nur von Deutschland ab, sondern davon, wie viel du außerhalb Spaniens verkaufst:
- Unter 10.000 € pro Jahr an Fernverkäufen in die gesamte Europäische Union — zusammengezählt, nicht pro Land — wendest du die spanische Umsatzsteuer an.
- Über diesen 10.000 € wendest du die Umsatzsteuer des Bestimmungslandes an: die deutsche Umsatzsteuer, also 19 % oder den für das Produkt geltenden Satz, und meldest sie über den One-Stop-Shop (OSS), ohne dich dort registrieren zu müssen.
Die Schwelle umfasst alle deine B2C-Verkäufe in andere EU-Länder sowie digitale Dienstleistungen, und die Umstellung wartet nicht bis zum nächsten Geschäftsjahr: Schon der Umsatz, mit dem die Schwelle überschritten wird, unterliegt dem Satz des Bestimmungslandes.
Wenn du an ein Unternehmen mit gültiger USt-IdNr. verkaufst, ist das eine andere Sache: Dann erfolgt der Umsatz ohne Umsatzsteuer im Rahmen des Reverse-Charge-Verfahrens, aber du musst diese Nummer im VIES prüfen und den Nachweis der Prüfung aufbewahren.
So richtest du das in WooCommerce ein
WooCommerce bringt Steuersätze nach Land mit, unterscheidet aber nicht innerhalb eines Landes nach Produktklasse und überwacht die Schwelle nicht für dich. Es sind drei Dinge zu konfigurieren:
- Eine Steuerklasse für jeden verwendeten Satz, produktweise zugewiesen und nicht auf Shop-Ebene.
- Prüfung der USt-IdNr. im Checkout gegen VIES für Geschäftskunden, damit bei Reverse-Charge keine Umsatzsteuer berechnet wird.
- Eine Kontrolle der 10.000-€-Schwelle, weil sich an dem Tag, an dem sie überschritten wird, die Sätze in allen Ländern gleichzeitig ändern.
Alle drei Punkte deckt EHERO Woo VAT ab, das wir genau deshalb entwickelt haben, weil an diesen drei Stellen die Shops scheitern, die in den Rest der Europäischen Union verkaufen.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die allgemeine Umsatzsteuer in Deutschland 2026?
19 %. Das ist der Standardsatz, der für jede Lieferung von Waren oder Dienstleistung gilt, die nicht ausdrücklich in der Ausnahmeliste steht.
Wurde die deutsche Umsatzsteuer 2026 gesenkt?
Im Allgemeinen nein. Gesenkt wurde nur das in der Gastronomie servierte Essen, das von 19 % auf 7 % fiel. Getränke bleiben bei 19 %.
Ich verkaufe aus Spanien nach Deutschland, welche Umsatzsteuer setze ich an?
Die spanische, solange du die jährliche Schwelle von 10.000 € bei Fernverkäufen in die gesamte EU nicht überschreitest. Sobald du sie überschreitest, die deutsche, gemeldet über den One-Stop-Shop.
Muss ich mich in Deutschland registrieren lassen?
Wenn du nur aus Spanien versendest, nein: Dafür gibt es den One-Stop-Shop. Ja, du bist dazu verpflichtet, wenn du Waren im deutschen Hoheitsgebiet lagerst — zum Beispiel mit Amazon-Logistik —, denn das löst unabhängig von deinem Umsatz eine Registrierungspflicht aus.
Weiterlesen
- Umsatzsteuersätze nach EU-Land 2026 — die vollständige Tabelle der 27
- Umsatzsteuer in Frankreich 2026 · Umsatzsteuer in Luxemburg 2026
- Die 10.000-€-Schwelle bei Fernverkäufen



